International

Die Internationalisierung der in Deutschland auf der B2B-Ebene tätigen Handelsvertreter hat in den letzten Jahren immer weiter zugenommen. Mehr als 50 % der Vertriebsunternehmen arbeiten international – mit mindestens einem im Ausland ansässigen Hersteller zusammen. Tendenz steigend.

Parallel hierzu hat die Regelungsdichte im Rahmen der Europäischen Union (EU), die den Vertriebssektor betreffen kann, kontinuierlich zugenommen. Verlässliche Rahmenbedingungen für den internationalen Vertrieb werden somit gerade innerhalb der EU immer wichtiger, damit die Unternehmen die Möglichkeiten und Chancen einer internationalen Zusammenarbeit gewinnbringend nutzen können.

Die CDH für Sie international aktiv

Die CDH nimmt auf unterschiedliche Art und Weise Einfluss auf die europäische Gesetzgebung und setzt sich für die Interessen ihrer Mitglieder in verschiedenen internationalen Gremien ein. Ob in Brüssel selbst im Parlament und innerhalb der EU-Kommission oder auch in verschiedenen Ausschüssen bringt sich die CDH ein und gibt dem Vertriebssektor eine wichtige Stimme. Gerade auch deshalb ist die CDH-Mitglied in der internationalen Vereinigung der national führenden Organisationen für selbständige Vertriebsunternehmen, der IUCAB. Das im Rahmen dieser internationalen Organisation bestehende Netzwerk wird gezielt für die Interessenvertretung auf europäischer und darüber hinausgehender internationaler Ebene eingesetzt.

Großer Erfolg – die Rettung der Handelsvertreterrichtlinie

Einer der größten Erfolge der Lobbyarbeit der CDH in den letzten Jahren war die Rettung der sog. Handelsvertreterrichtlinie, die allen EU-Staaten einen einheitlichen Rechtsrahmen für das Vertriebsrecht vorgibt.

Der von der EU-Kommission im Rahmen des sog. REFIT-Programms zur Überprüfung der Handelsvertreterrichtlinie am 16. Juli 2015 vorgelegte Abschlussbericht zeigt dies deutlich. Die Kommission konnte von der CDH trotz zunächst gegenteiliger Auffassung  davon überzeugt werden – so wörtlich, dass die Richtlinie weiterhin ihren Zielen gerecht wird und ihre Funktion gut erfüllt. Die Richtlinie bringt mehr Nutzen als Kosten, ist nach wie vor relevant und weist immer noch einen EU-Mehrwert auf!

Gerade der Kampf der CDH um den Erhalt der Handelsvertreterrichtlinie zeigt, wie vielschichtig Lobbyarbeit sein kann. Und wenn das Ergebnis dann sogar wie ein „Ritterschlag“ für den vertretenen Wirtschaftsbereich klingt,  umso besser.

Die EU-Kommission ist dank der CDH nun davon überzeugt: „Der Markt für Handelsvertretungen wächst weiter und das Geschäftsmodell ist vor allem für KMU, die im Ausland tätig werden möchten, trotz neuartiger alternativer Vertriebskanäle wie dem Online-Handel immer noch attraktiv.“