Informationen für Vertriebsunternehmer
Fünfte Ausgabe
Sehr geehrtes CDH-Mitglied,
Das 45. CDH-Vertriebsbarometer zeigt eine leichte Verschlechterung der Geschäftslage der CDH-Mitglieder bei rückläufigen Umsätzen und deren Erwartung einer deutlichen Verschlechterung der Geschäftsaussichten.
Jedes 12. Unternehmen in Deutschland sieht seine Existenz bedroht. Besonders kritisch ist die Lage im Einzelhandel und in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai aber gestiegen. Außer im Baugewerbe waren die Unternehmen mit den laufenden Geschäften etwas zufriedener und die Erwartungen waren, außer im Verarbeitenden Gewerbe, etwas weniger pessimistisch. Der Irankrieg stoppte aber eine wirtschaftliche Erholung. Das Institut der deutschen Wirtschaft halbiert deshalb seine Wachstumsprognose für 2026.
Die Produktion im produzierenden Gewerbe ist im April gegenüber März leicht gestiegen, war gegenüber dem Vorjahresmonat und im Dreimonatsvergleich aber leicht rückläufig. Der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe ist, nach einem kräftigen Anstieg im März, demgegenüber im April sowie im Dreimonatsvergleich deutlich gesunken, gegenüber dem Vorjahresmonat aber gestiegen. Der reale Umsatz ist im April gegenüber dem Vor- und Vorjahresmonat leicht gestiegen.
Das GfK-Konsumklima, die Konjunkturerwartungen und die Anschaffungsneigung haben sich im Mai etwas, die Einkommens-erwartungen sogar deutlich erholt. Die Sparneigung und die Inflationssorgen lassen nach. Der HDE stellt zwar auch eine leichte Verbesserung der Verbraucherstimmung auf niedrigem Niveau fest, sieht diese gegenüber dem Vorjahr aber stark eingetrübt
Der reale Einzelhandelsumsatz war im April gegenüber dem Vormonat und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3% rückläufig.
Die Großhandelspreise insgesamt sind wegen des Irankrieges gegenüber dem Vormonat um 2 % und gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,3 % gestiegen. Nur für einige Nahrungsmittel gab es Preisrückgänge. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im April deutlich gestiegen, vor allem für Mineralölerzeugnisse, Investitions-, Gebrauchs- und die meisten Vorleistungsgüter. Preisrückgänge gab es für Strom, Fernwärme und Gebrauchsgüter.
Trotz der angespannten Konsumstimmung konnte sich der Markt für Fashion & Accessoires 2025 insgesamt stabil entwickeln. Am besten hat Sportbekleidung abgeschnitten. Für 2026 wird mit einem weiteren moderaten Anstieg gerechnet.
In der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind die Auftragseingänge im März 2026 um 11,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im ersten Quartal dieses Jahres lagen die Bestellungen damit um 6,0 % höher als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Der deutsche Möbelmarkt war 2025 noch leicht rückläufig, Büromöbel am stärksten. Der Onlinehandel gewann wieder an Fahrt. Der kleinbetriebliche Möbelfachhandel und große Möbelhändler entwickelten sich weiter auseinander.
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Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.
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