Nachdem die CDH im Oktober 2025 die Möglichkeit genutzt hatte, sich zum Thema Mutterschutz für Selbständige mit dem Bundeswirtschaftsministerium auszutauschen, nahm die CDH auch dieses Jahr an mehreren Treffen mit Vertretern der Bundesministerien für Arbeit und Soziales (BMAS) und für Gesundheit (BMG) sowie der Partei Bündnis 90/Die Grünen teil.
Hintergrund des Themas ist eine Sitzung des Bundesrates im April 2024, in der dieser sich für die Schaffung gleichwertiger gesetzlicher Mutterschutzleistungen für Selbständige ausgesprochen hat. Der Koalitionsvertrag 2025 greift diesen Vorschlag auf und kündigt die Einführung eines Mutterschutzes für Selbständige analog zu den Mutterschutzfristen für abhängig Beschäftigte an. Der Mutterschutz für Selbständige ist zudem Teil des Aktionsplans „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“, den das BMWE bereits 2023 initiiert hat.
Denn während Arbeitnehmerinnen finanzielle Unterstützung in Form von Mutterschaftsgeld und Zuschüssen zur Lohnfortzahlung erhalten, müssen selbstständige Frauen für ihre finanzielle Sicherheit selbst sorgen. Die einzige Absicherung, die selbständige Frauen derzeit haben, ist über eine freiwillige Versicherung bei der jeweiligen (gesetzlichen) Krankenkasse. Aus diesem Grund sollen auch selbständige (werdende) Mütter geschützt werden. Die genaue Ausgestaltung und die Finanzierung dieses Mutterschutzes sind jedoch noch offen und werden derzeit diskutiert.
Bei den Zusammenkünften mit den Vertretern der Bundesministerien für Gesundheit, für Arbeit und Soziales und der Partei Bündnis 90/Die Grünen – darunter die ehemalige Bundesfamilienministerin Lisa Paus – nutzte die CDH zusammen mit weiteren Verbänden die Gelegenheit, auf eine unbürokratische und finanziell tragbare Lösung hinzuwirk. Eine offizielle Position, bzw. ausgereifte Lösungsvorschläge zum Thema Mutterschutz für Selbständige und deren Finanzierung gibt es weder in den genannten Ministerien noch beim Bündnis 90/Die Grünen. Das federführende Bundesfamilienministerium hat eine zeitige Rückmeldung versprochen.
Das Positionspapier der CDH finden Sie HIER
